Über mich

Geboren in der schönen Vordereifel bei Mayen habe ich schon früh meine Liebe zu Tieren und besonders zu Pferden und Hunden entdeckt. Im Sattlerhandwerk habe ich es geschafft, diese Leidenschaft mit meinem handwerklichen Geschick und meiner Freude an Kreativität zu verbinden. Seit Sommer 2024 darf ich mich nun Sattler- und Feintäschnermeisterin schimpfen und bin Inhaberin meiner eigenen Sattlerei. Hier kann ich nun meine eigenen Werte und Visionen in die Tat umsetzen und mit bestem Wissen und Gewissen daran arbeiten, Pferd und Mensch in ihrer Einheit zu unterstützen.

Leder ist als Werkstoff so vielseitig und irgendwie traditionell und modern gleichzeitig, dass er mich schon seit langem fasziniert. Schon unsere Vorfahren in der Steinzeit kleideten sich in Tierhaut, und im Umgang mit dem Pferd ist Leder bis heute kaum wegzudenken auch wenn es immer mehr Bemühungen gibt, vegane Ersatzprodukte zu schaffen.

Ich für meinen Teil, kann gut damit leben, dass ich die Haut von toten Tieren verwende. Die abgezogenen Häute sind in der Fleischindustrie ein „Abfallprodukt“ welches weggeworfen wird, wenn man es nicht zu Leder weiterverarbeitet. Es ist aus meiner Sicht ein deutlich respektvollerer und nachhaltigerer Weg, das Tier möglichst vollständig zu verwerten und es im Falle von Leder in einen kunstfertig gearbeiteten und funktionellen Gegenstand zu transformieren, der danach viele Jahre verwendet werden kann.

Bei Westwind denkt vielleicht manch einer an den Pferdefilm Ostwind aber damit hat der Name meiner Sattlerei nichts zu tun. Da die Sattlerei im Westerwald in Rheinland-Pfalz, also dem Westen Deutschlands gelegen ist, gibt es schonmal geographische Gründe, aber auch der „Wild West“ spielte eine entscheidende Rolle bei der Namensgebung. Der Wind verkörpert für mich Veränderung und Leichtigkeit, die ich mir durch meine eigene Sattlerei erhoffe.

Nun zur Zentauren-Frau mit Pfeil und Bogen. Meine Zentaurin soll vor allem die harmonische Verschmelzung zwischen Mensch und Pferd verkörpern, die das höchste Ziel der Reitkunst darstellt. Der Sattel als Bindeglied zwischen Pferd und Reiter spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Natürlich musste es eine weibliche Figur sein! Eine richtige Powerfrau, die Kraftvoll aber mit Bedacht ihren Bogen spannt. Der Bogen symbolisiert für mich die Verantwortung, die in meinen Händen liegt. Ist der Pfeil einmal von der Sehne geschossen, kann man seine Richtung nicht mehr ändern. Es ist meine Verantwortung, dass er das Ziel auch erreicht – also im übertragenen Sinne – dass der Sattel auch passt